MANFRED
Samstag, 13. November 2010 19 Uhr
Gethsemanekirche, Stargarder Str. 77
Eintritt 12/8 € - Karten kaufen
Was geschieht, wenn der Mensch sich vom Menschen Erlösung erwartet? Wenn der Mensch solches vom Menschen erwartet, dann fängt der Spuk an. Robert Schumanns Manfred, komponiert nach einem Versepos von Lord Byron, bezeichnete der Komponist selbst als etwas ganz Unerhörtes und Neues, als ein dramatisches Gedicht mit Musik. Das 1852 von Franz Liszt uraufgeführte Werk ist Schumanns wohl offenste Komposition, ein romantisches Zwitterwesen zwischen Oper, Oratorium, Melodram, Sinfonie und Orchesterlied. Die Sing-Akademie zu Berlin unterzieht das Stück einer neuen Lektüre und wagt sich an ein besonderes Experiment. Sie richtet die Musik szenisch ein, nimmt Mauricio Kagels Mitternachtsstük IV sowie Schumanns Requiem für Mignon mit ins Programm und hat beim Schweizer Komponisten Bo Wiget eine Bühnenmusik in Auftrag gegeben. Kein gewöhnlicher Konzertabend. Ein theatralischer Ausflug in die Geister- und Wahnwelten der Romantik.
MANFRED (1848) op. 115 - Robert Schumann / Bo Wiget
MITTERNACHTSSTÜK IV (1986) - Mauricio Kagel (nach einem Fragment aus dem Tagebuch von Robert Schumann)
REQUIEM für MIGNON (1849) op. 98 b - Robert Schumann
Sing-Akademie zu Berlin
Knabensolisten und Männerchor des Staats- und Domchores Berlin
Symphonische Compagney Berlin
Leitung: Kai-Uwe Jirka